Wie alles begann

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Am Anfang stand eine Idee: Wie wäre es, in Waldalgesheim einen Gospelchor zu gründen? Zwar gab es in unserem Ort bereits mehrere etablierte Chöre, doch ein Gospelchor fehlte! Rasch fanden sich ein paar Begeisterte aus den Reihen des katholischen Familiengottesdienstkreises, die diese Idee in die Tat umsetzen wollten. Als Initiator und Motor der Initiative fungierte der Waldalgesheimer Joachim Seitz. Bereits zum ersten informellen Informationsabend des neuen Chors am 10. Juli 2003 erschienen etwa 50 Interessenten, nach den Sommerferien fanden sich am 4. September 2003 immerhin noch 40 Sangeswillige im katholischen Pfarrheim der Gemeinde St. Dionysius ein. Von da an traf man sich dort regelmäßig donnerstags um 20.00 Uhr zur Probe.

Der Name des neuen Chores stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest und war sein Programm: „Sacropops“, also Menschen, die populäre Musik mit sakralen Texten singen wollten. Einige Mitwirkende verfügten bereits über langjährige Chorerfahrung, für andere war das Singen komplettes Neuland. Chorleiter, Organisator und „Mädchen für alles“ wurde natürlich Joachim Seitz.

Der Ursprungschor bestand zum überwiegenden Teil aus Sängerinnen, sehr viele davon im Sopran. Männerstimmen waren rar, so wurde der Tenor von Anfang an durch tiefe Frauenstimmen ergänzt. Die meisten Mitwirkenden befanden sich in einem mittleren Alter, aber es gab auch eine Reihe minderjähriger Sängerinnen und Sänger, die z.T. noch in der Begleitung ihrer Eltern mitsangen. Auch der Chorleiter hatte mit Ehefrau Monika und Tochter Miriam familiäre Unterstützung eingebracht.

Zunächst setzte sich der neugegründete Chor – wie sollte es auch anders sein – nur kleine Ziele: Sich als Chor zusammen zu finden, ein Repertoire zu erarbeiten und erste Möglichkeiten öffentlichen Auftretens zu suchen, das war am Anfang Programm genug. Da Chorleiter Joachim Seitz in Wald-algesheim bestens vernetzt war, gelang es dem neuen Chor leicht, erste Auftritte zu bestreiten – z.B. in der katholischen Kirche St. Dionysius, als Gast-Chor beim Männergesangsverein Waldalgesheim oder als „Juniorpartner“ des katholischen Kirchenchors in dessen Jubiläumskonzert am 28. 11. 2004. Zur Erinnerung an dieses Festkonzert wurde ein Live-Mitschnitt als CD und DVD angefertigt; er ist das älteste existierende Tondokument der Sacropops. Dankbar nahmen die Sacropops sich ihnen bietende Chancen wahr.

Die Anfangsphase der Sacropops wurde durch den Umstand begünstigt, dass man sich kaum um die Finanzen sorgen musste. Der Chorleiter, der mit viel Herzblut bei der Sache war, arbeitete vollständig ehrenamtlich. Er nahm für seine Arbeit kein Geld von den Choristen, im Gegenteil, er legte drauf – z.B. für Noten. Nach einiger Zeit wurde daher vereinbart, dass ab sofort bei den Proben ein Pappkarton aufzustellen war, in den alle Anwesenden einen Euro als kleinen Obolus legten. Das mochte vielleicht die laufenden Kosten decken, für größere Anschaffungen reichte es nicht und es war absehbar, dass die Sacropops ein eigenes Tasteninstrument brauchten. Im Probenraum stand nur ein altes Klavier und für den Chorleiter war es äußerst hinderlich, mit dem Rücken zu den Sängern zu proben. Also wurde ein einfaches Keyboard angeschafft, wodurch sich auch die Auftritte flexibler gestalteten. Auch für diese Anschaffung trat der Chorleiter zunächst in Vorlage.

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