Barocke Lieder, afrikanische Songs und mitreißende Gospels

Waldalgesheimer Gospelchor Sacropops begeisterte in der evangelischen Kirche

 

Waldalgesheim. Von bekannten Liedern aus der Barockzeit über afrikanische Songs, spritzige Pop- und Jazztitel bis zu mitreißenden Gospels: Das Weihnachtskonzert des Waldalgesheimer Gospelchores Sacropops in der evangelischen Kirche hatte jede Menge zu bieten – und dazu mit Trompeter Andreas Schnell einen exzellenten Solisten und mit Uta Köppcke-Ramberger* eine Moderatorin, die charmant und informativ durch den kurzweiligen Abend führte.

Gleich zu Beginn, als Chorleiter Peter Schnur an der Kirchenorgel gemeinsam mit Schnell „Trumpet Voluntary“ erklingen ließ, breitete sich feierliche Stimmung im voll besetzten Gotteshaus aus. Die rund 40 Sängerinnen und Sänger stimmten die alte Weise „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ an, um dann gemeinsam mit den Zuhörenden das Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ zu singen. Der glänzend disponierte Chor bewegte das Publikum mit großer Sangesfreude bei „The Light of Glory“, „Angels‘ Carol“ und „Candlelight Carol“.

Dass sich Klavier und Trompete wunderbar ergänzen, das stellten Schnur und Schnell mit „Let it Snow“ und „A Child is Born“ sehr schön unter Beweis. Einmal mehr wurde deutlich, dass der Trompeter aus der Pfalz über einen guten Ansatz verfügt. Vor allem, als er den Chor bei „Jesus Child“ sehr einfühlsam begleitete. Dass auch der Gospelchor starke Solistinnen und Solisten in seinen Reihen hat, unterstrich Sopranistin Kristina Brückner, der das „Ave Maria“ in einer Popversion geradezu grandios über die Lippen kam. Klar, dass Applaus aufbrandete.

Der galt aber auch den Gastgebern, die sich in glänzender Verfassung präsentierten, etwa beim afrikanischen „Siyahamba“, bei „African Noel“ oder dem jazzigen „Bridge over Troubled Water“. Das war schon große Klasse.

Auch „We will Praise the Name of the Lord“ erklang nachhaltig – genau wie beispielsweise „The Gospel Train“, wobei Robert Anweiler* mit seinem Banjo aufhorchen ließ.

Den fulminanten Schlusspunkt unter einen schönen und viel beklatschten Konzertabend setzten die Sänger und Sängerinnen mit dem Gospel „Shepherds Run“. Dass sie um eine Zugabe nicht herumkamen, verstand sich von selbst. Die gewährten sie sehr gern mit einem nachhaltigen „Are You Ready“. Der Beifall galt selbstverständlich auch dem musikalischen Leiter Peter Schnur, der den Chor immer wieder am Klavier begleitete.

Dieter Ackermann

 

Anmerkungen der Website-Redaktion:

  • Die Wiedergabe des Zeitungsartikels wurde vom Öffentlichen Anzeiger (Christoph Erbelding, Stellvertretender Redaktionsleiter) am 2. Januar 2020 schriftlich genehmigt. Herzlichen Dank an den Öffentlichen Anzeiger!
  • Bei den mit *gekennzeichneten Eigennamen hatte ein „Fehlerteufelchen“ zugeschlagen: Die berichtigte Schreibweise ist „Robert Annweiler“, „Uta Köpke-Ramberger“.

Einen weiteren Bericht über das Weihnachtskonzert finden Sie hier.

 

 

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